Jugendoffizier der Bundeswehr zu Besuch im Leistungsfach Politik und Gesellschaft

„Weltweit ist gerade wahnsinnig viel los!“ Mit diesen Worten begrüßte der Jugendoffizier der Bundeswehr, Hauptmann Dirk Klages, die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfaches PuG am 22.01.2026 im Unterricht. Der Krieg in der Ukraine hätte uns gezeigt, dass unsere Sicherheit in Europa nicht selbstverständlich ist und wir etwas dafür tun müssten. „Wir brauchen eine neue nationale Sicherheitsstrategie, die wertebasiert und interessensgeleitet ist. Wer nicht weiß, was es in Deutschland zu verteidigen gibt, der schaut sich am besten die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes an: unsere Grundrechte! Man darf in Deutschland seine Meinung frei äußern! Wir haben Freiheitsrechte! Man darf seine Religion frei wählen und so weiter! All diese Grundrechte lohnt es, zu verteidigen“, so der Jugendoffizier. Auf Fragen der Schüler zur Wehrpflicht schätzte der Hauptmann: „Nachdem in den letzten Jahren Kasernen abgebaut wurden, kaum mehr Ausbilder vorhanden sind und damit die Infrastruktur fehlt, ist es maximal möglich von den 60 000 neuen Soldaten, die man für die Bundeswehr derzeit zusätzlich benötigen würde, 5000 pro Jahr einzuziehen.

Deshalb werden in den kommenden Jahren sicherlich nur diejenigen eingezogen, die es auch wirklich wollen.“ Als interessante Information fanden die Schüler, dass es verboten ist, als Wehrpflichtiger in einen Auslandseinsatz geschickt zu werden. Zeitsoldaten allerdings, die sich für 13 Jahre bei der Bundeswehr verpflichten,  müssten zu 99% mit einem Auslandseinsatz rechnen. In den letzten 20 Jahren seien bei Auslandseinsätzen (Afghanistan, Kosovo, Libanon, …) insgesamt 57 deutsche Soldaten und Soldatinnen gestorben. Dabei ginge es bei diesen Einsätze stets um Friedenssicherung, humanitäre Hilfe sowie Schutzmaßnahmen und weniger um direkte Kampfeinsätze. „Die Bundeswehr ist nun schon seit 26 Jahren im Kosovo und wird dort sicherlich noch 40 Jahre bleiben müssen, denn es braucht immer eine Generation, die zwischen Krieg und Frieden dazwischen ist, um den Frieden dort langfristig zu sichern“, so der Jugendoffizier.