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Die Inform-Ausgabe 82 ist fertig. Viel Spaß beim Lesen!

INFORM 82

 

 

 

Anmeldephase für MINT-EC-Camps in der ersten Jahreshälfte 2023 startet!

Hier finden interessierte Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern alle nötigen Informationen  zum Start der Anmeldephase für die MINT-Camps von Januar bis Juni 2023.

Wichtig ist die Qualität des Motivationsschreibens - danach werden die Plätze verteilt.

Übersicht über die angebotenen Camps.

Bei weiteren Fragen bitte eine Mail (Betreff: MINT-Camps) an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Birgit Sommer
MINT-Koordinatorin

Vom 19. bis zum 24 September 2022 fand in Regensburg das große Wissenschaftsfestival "Highlights der Physik" statt.Highlights 1

Als MINT-EC-Schule und auch als Kooperationspartner der Veranstalter war es für unsere Schule eine Ehrensache, Beiträge zum Programm beizusteuern. So boten unter dem Motto "von Schüler:innen für Schüler:innen" an vier Vormittagen der Woche zwei Gruppen unserer Schule Veranstaltungen an, die auf breites Interesse stießen und sehr positive Rückmeldungen bekamen.

Im Workshop "Licht, Farbe, Elektrizität, Magnetismus und Mechanik" unseres Science Clubs, betreut von Frau Orschlet und Herrn Vater, konnten Schüler:innen der Klassen 5 bis 7 an Stationen ein ganzes Spektrum physikalischer Phänomene kennenlernen, von einem ersten, eher noch bastelnden Zugang zu den Naturwissenschaften bis hin zu anspruchsvollen Themen unter Einbezug von quantitativen Methoden.

Highlights 3Unser P-Seminar "Physics for Kids", betreut von Frau Eberl und unterstützt durch Frau Brandl, lud mit seinem Workshop "Coole Experimente für Kids" kleine Forscher:innen aus den Grundschulen ein, um mit ihnen zu den Themen Stromkreis, Magnetismus, Kräfte und Energieerhaltung zu experimentieren. Durch die Experimente wurde den Kindern die Physik, die dahintersteckt, zum Begreifen nahegebracht. Dabei konnten sie erfahren, dass unser Alltag voller physikalischer Erscheinungen ist.

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Wir danken, insbesondere auch im Namen der Besucher:innen, unseren Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften für Ihr Engagement und ihre Begeisterung für die Physik!

 

Mehr Informationen über "Coole Experimente für Kids"

 

                                       Schüleraustausch mit der Schule Saint Benoît in Belgien 

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Nach mehr als zwei Jahren Pandemie war endlich wieder eine besondere Erfahrung möglich, die durch keine Unterrichtsstunde der Welt zu ersetzen ist: wir brachen nach Belgien auf, um eine ganze Woche in das Leben einer uns zunächst noch fremden Familie einzutauchen, neue Freundschaften zu knüpfen und unsere französischen Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Nachdem wir bereits im letzten Schuljahr einen échange virtuel durchgeführt hatten, wo sich unsere Schüler*innen in Videokonferenzen mit ihren zukünftigen Austauschpartner*innen kennenlernen konnten, war es Ende September schließlich soweit: gegen 8 Uhr hieß es an der Bushaltestelle vor der Pizzeria La Gondola Abschied zu nehmen und mit dem (teils noch in allerletzter Sekunde geholten) Gastgeschenk in den Bus zu steigen. Bei schönstem Sonnenschein konnten wir die circa acht Stunden lange Fahrt genießen: neben Kartenspiel, Musikhören und lustigen Gesprächen wiederholten wir noch schnell die wichtigsten französischen Wörter, um auch sprachlich gut vorbereitet durch den ersten Abend zu kommen.  Als wir schließlich gegen 17 Uhr in Habay-La-Neuve, einer kleinen belgischen Gemeinde im Südosten Belgiens, ankamen und auf die Straße vor der Schule einbogen, stieg die Aufregung bei manchen Schüler*innen fast ins Unermessliche. Die Nervosität legte sich aber recht schnell, als wir feststellten, dass unsere belgischen correspondants uns zwar nicht weniger aufgeregt, aber sehr herzlich empfingen. Nach einem Willkommensbuffet in der Schule Saint Benoît begann dann das Abenteuer: « Allez, on y va? » und unsere Schüler*innen begaben sich mit ihren neuen Bekanntschaften auf den Weg in ihr neues Zuhause. Ein ganzes Wochenende waren sie nun dort auf sich gestellt.

Groß war unsere Freude dann am Montag, als wir alle unsere Schüler*innen wohlauf und mehr oder weniger ausgeschlafen zurück in der Schule antrafen. Auf dem Programm standen dort eine Rallye durch das Schulgebäude, der Besuch von Unterrichtsstunden und das Mittagessen in der Mensa.

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Auch in den darauffolgenden Tagen war einiges geboten: neben einem Ausflug in die beeindruckende Hauptstadt Belgiens (siehe Fotos vor dem Atomium und im Zentrum Brüssels, dem Grand-Place) fuhren wir auch zusammen in das Nachbarland Luxemburg. Dort besichtigten wir die Hochöfen des ehemaligen Industriegebiets Belval in der Stadt Esch-sur-Alzette, wo die junge Universität Luxemburg und zahlreiche Forschungsinstitute untergebracht sind, und spazierten durch die schönen Gassen der luxemburgischen Hauptstadt.

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Als wir uns nach einer ganzen Woche auf den Heimweg machten, nahmen wir Abschied von unseren neuen Freunden. Für uns Lehrerinnen war es besonders schön zu sehen, wie natürlich unsere Schüler*innen mit einer ihnen ursprünglich fremden Sprache kommunizierten und mit den Belgiern scherzten und lachten. Auch wenn viele Schüler*innen auch traurig darüber waren, dass der Austausch nun endete, wussten alle: « Ce n’est qu’un au revoir », denn der Termin für den Gegenbesuch steht bereits fest: im kommenden April werden wir unsere correspondants in Empfang nehmen und an die Erlebnisse anknüpfen.

Ein kleines Zwischenfazit von Seiten unserer Schüler*innen sei aber schon jetzt zu lesen: In einer Umfrage auf dem Heimweg äußerten sich unsere Teilnehmer*innen am Austausch wie folgt zu den Fragen: « Qu’est-ce qui vous a plu ? Qu’est-ce qui vous a surpris ? »

  

Qu’est-ce qui  vous a plu?

(Was hat euch gefallen? Was war schön?)

Qu’est-ce qui vous a surpris?

(Was hat euch überrascht?)

·         La journée à Luxembourg

·         Le voyage dans le bus

·         On a trouvé de nouveaux amis.

·         Les filles sont très belles.

·         La journée à Bruxelles

·         Le match de foot

·         Faire connaissance du petit frère de mon corres

·         Le lapin de mon corres

·         Les rallyes

·         Les paysages

·          La famille était gentille.

·         Les gens sont sympas.

·        On pouvait se promener à Bruxelles et à Luxembourg sans prof.

·         Il y a beaucoup de frites.

·         J’ai eu une chambre pour moi.

·         Toute la famille a parlé français.

·         Il y a beaucoup de gaufres.

·         Il y a beaucoup de chocolat.

          Ils ont un roi.

           Il n’y a pas d’eau gazeuse.

           Toutes les filles sont belles.

           Ils portent les chaussures dans la maison.

           On fait la bise avec chaque personne de la famille.

           Les gens sont très gentils.

           Le trajet entre l’école et la maison de mon corres dure 50 minutes (en bus).

           Ils ont des grandes maisons.

 

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Begleitende Lehrkräfte: Theresa Frischholz und Susanne Seitz

Belgische Lehrkraft: Mme Sénépart

Artikel: Theresa Frischholz

 

 

Am 16.12.2021 besuchten 8 Schüler unserer Goethe-Wald-Gruppe den Workshop „Wieso die Klimakrise nicht nur Eisbären betrifft – Klimawandel und Gesundheit“ in den neuen Räumen der MINT‑Labs Regensburg.

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Eva Ackstaller und Lydia-Maria Reismann, zwei Studenten des Netzwerk Nachhaltigkeit der Universität Regensburg, führten durch den Workshop. Nach einer kurzen Kennenlernrunde und einem interaktiven Abtasten des Vorwissens ging es schnell ans Eingemachte: der erste Überblick über die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Klimakrise. Für die vielen Klimabotschaftler im Schülerteam kein Problem.

 Überlegungen zum sonntäglichen Frühstücksei und ein Versuch mit einem Stift lieferten dann einen für die Schüler neuen, spannenden und zentralen Aspekt zur Beschreibung der Klimakrise. Einen Grund, warum in der Krise gehandelt werden muss: die Frage, wie viel und ob wir noch Zeit haben, das Ruder rumzureißen: Kipppunkte.

 Im Gespräch wurde allen Schülern klar, dass beim Kochen von Eiern sich deren Konsistenz irreversibel verändert, von durchsichtig, gelartig zu weiß und fest. Egal, wie lange es anschließend im Kühlschrank liegt, dies ist nicht mehr rückgängig machbar.

 Im Experiment wird ein Stift längs mit der Stiftkante Schritt für Schritt an die Tischkante und schließlich darüber hinausgeschoben. Immer wieder auch ein Stückchen zurück. Mit großer Spannung beobachteten die Schüler das Hin und Her des Stiftes. Doch dann der Kipppunkt: Plötzlich verlor der Stift das Gleichgewicht und kippte über die Tischkante. Kleine Schritte rückwärts sind nun nicht mehr möglich!

 So ist es auch bei unserem Klima!

 Im anschließenden Expertenkongress erarbeiteten und präsentieren die Schüler vier der wichtigsten Kipppunkte der Klimakrise:

 1) Die Verlangsamung des Golfstromes

 2) Die Speicherung von CO2 in den Meeren

3) Die grüne Lunge des Amazonas

 4) Das Schmelzen des Grönlandeises inkl. des Albedo Effekts

 

Bei der Präsentation wurden den Schülern zunehmend die Zusammenhänge der Kipppunkte und die gegenseitige Verstärkung bewusst und führte zu regen Diskussionen. Das Bewusstsein von der Bedeutung, die 1,5 Grad-Grenze nicht zu überschreiten, wurde geweckt.

 Die Schüler hatten so viele Frage und eigene Beiträge zu dem Thema, dass eine rege Diskussion zur diesen Kernpunkten stattfand und das eigentliche Thema „Klima und Gesundheit“ nur noch kurz aber genauso spannend umrissen wurde.

 Die fatalen Auswirkungen hoher Temperaturen, besonders auf geschwächte Personen, Ältere und kleine Kinder, erleben die Mediziner auch bei uns an heißen Sommertagen an der Uniklinik Regensburg, berichtete die Medizinstudentin Lydia-Maria Reismann und erklärte den Schülern den Einfluss von hohen Temperaturen auf den menschlichen Körper.

 Dabei verstand es Lydia-Maria Reismann geschickt das Augenmerk auf die persönlichen gesundheitlichen Vorteile durch klimabewusstes Handeln zu lenken: die eigene Fitness durch Nutzung des Fahrrads oder die gesundere Ernährung durch weniger Fleisch, dafür viel frisches und regionales Gemüse. Eine super Möglichkeit für alle, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen und selbst ihren Beitrag leisten wollen, der Klimakrise gegenzusteuern.

 Die Schüler verließen begeistert und mit vielen neuen Ideen die Veranstaltung und freuen sich schon sehr auf die nächste Veranstaltung „Wie führe ich Gespräche über die Klimakrise?“ im Februar.