P-Seminar-Preis 2022/24 für das P-Seminar „60 ans d’amitié franco-allemande“
Die Ministerialbeauftragte der Gymnasien der Oberpfalz, Frau Lt. OStDin Anette Kreim, zeichnete das P-Seminar „60 ans d‘amitié franco-allemande“ unter der Leitung von Frau StDin Susanne Seitz am 23.02.2024 als eines der drei besten P-Seminare der Oberpfalz im Abiturjahrgang 2022/24 aus.
Als Vertreterin der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), überbrachte Frau Ilona Hannig das Preisgeld und unterstrich die Bedeutung der P-Seminare für die Fachkräftesicherung. Denn die P-Seminare ermöglichen gezielte und praxisnahe Einblicke in die Berufswelt. Laut Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, entwickeln die Schülerinnen und Schüler so „Kompetenzen, die für den späteren Karriereweg und ihre Persönlichkeitsentwicklung gleichermaßen wertvoll sind.“
Die deutsch-französische Freundschaft - was hat das mit mir zu tun?
Viele Schüler:innen am Goegy lernen Französisch. Zudem haben wir an unserer Schule letztes Schuljahr den 60. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags, das Fundament für die heutige deutsch-französische Freundschaft, groß gefeiert. Aber viel zu selten wird verstanden, weshalb darauf so viel wert gelegt wird. Deshalb machte unser P-Seminar „60 Jahre deutsch-französische Freundschaft“ unter der Leitung von Frau Seitz es sich zur Aufgabe, Schüler:innen und auch deren Umfeld die Geschichte von Deutschland und Frankreich verständlich nahezubringen und auf die große Bedeutung des Freundschaftsvertrags aufmerksam zu machen.
Journée franco-allemande 2023
Dazu halfen wir zunächst Frau von Neckers P-Seminar, der damaligen Q12, welches sich ebenfalls mit der deutsch-französischen Freundschaft beschäftigte, bei der Ausgestaltung des Tages der deutsch-französischen Freundschaft im Januar letzten Jahres. Wir erstellten Plakate über die geschichtliche Entwicklung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich mit Texten in beiden Sprachen, die wir am Abend des 19. Januar präsentierten. Zusätzlich durften wir mit unseren eigens erstellten und ebenfalls in zwei sprachen abgefassten Erklärvideos, Quizzen und Spielen zur Geschichte zwischen Deutschland und Frankreich jeweils eine Unterrichtsstunde in den 10. Klassen gestalten. Dabei hatten alle viel Spaß und wir konnten neue Erfahrungen sammeln.
Dîner en blanc
Am 29. Juni organisierten wir an einem Abend am Goegy ein „Dîner en blanc“. Das „Dîner en blanc“ ist eine französische Tradition, bei der ein großes gemeinsames Picknick veranstaltet wird und alle Teilnehmenden in weißer Kleidung erscheinen. Im Zuge dessen präsentierten wir auch unsere selbst konzipierte und erstellte Ausstellung über die deutsch-französische Freundschaft. Umrahmt wurde das Geschehen mit Musik von einer Gruppe von Streichern und Gesang. Unser „Dîner en blanc“ war ein wirklich gelungener Abend, denn das Wetter war sehr schön und es kamen deutlich mehr Besucher:innen, als wir dachten. Es gab ein riesiges Buffet mit gutem Essen und es entstand eine sehr schöne, freudige und zugleich gemütliche Atmosphäre beim Picknicken im Pausenhof. Zu diesem Anlass konnten wir unser P-Seminar vorstellen. Insbesondere unsere Ausstellung wurde von den zahlreichen interessierten Besucher:innen sehr gelobt.
Unsere Ausstellung
In unserer Ausstellung war für Groß und Klein etwas dabei: Es gab eine erweiterte Version unserer Plakate über die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen zu besichtigen, sowie Zeitzeugeninterviews und Interviews mit französischen Schüler:innen. Letztere drehten wir bei unserer Drittortbegegnung mit einer Pariser Abschlussklasse in Straßburg und untertitelten diese jeweils in beiden Sprachen. Außerdem wurden Umfrageergebnisse ausgestellt und es gab viele Mitmachstationen wie z.B. eine Verkleidungsstation, Puzzles, ein Pappmaschee-Plakat mit dem berühmten Händedruck zwischen dem französischen Präsidenten François Mitterand und dem deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl auf dem Friedhof von Verdun, wo Besucher ihren Kopf durchstecken und Fotos machen konnten. In den darauf folgenden zwei Wochen konnten die Schüler:innen der Schule die Ausstellung dann in einem extra Raum ansehen.
Was wir gelernt haben
Neben der im Rahmen des Seminars stattgefundenen Berufsorientierung lernten wir noch eine Fülle von weiteren Kompetenzen für unser späteres (Berufs-) Leben. So zum Beispiel: technische Kompetenzen, Zeiteinteilung und -management, Selbstreflexion über die eigenen Stärken und Schwächen, Französischkenntnisse und geschichtliches Wissen. Besonders dadurch, dass wir die deutsch-französische Freundschaft selbst erfahren und uns intensiv damit beschäftigen konnten, lernten wir, wie fundamental wichtig diese gelebte Freundschaft für den Frieden und die Stabilität in Europa ist. Sie bereichert beide Nationen und beeinflusst unser tägliches Leben sehr, oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Von großer Bedeutung war auch, dass wir lernten, größere und aufwendige Projekte im Team zu erarbeiten und Probleme zusammen zu lösen. Dadurch durften wir erleben, wie durch ein sehr kleines, nur aus neun Leuten bestehendes Seminar, und einem großen Plan durch Teamarbeit ein wunderschönes Projekt realisiert werden kann.